Gestalten und Umstrukturieren mit Hilfe der GmbH & Co.KG

22.07.2024 - 23.07.2024
09:00 - 13:00 Uhr
online
Web-Seminar
280 EUR

Referenten

Hempe
Richard Hempe
Steuerberater, Wirtschaftsprüfer

Seminarinhalt

Pflichtfortbildungsseminar:
Dieses Seminar wird mit 3 Stunden zum Nachweis der Pflichtfortbildung, im Sinne des § 5 der Fachberaterrichtlinien des Deutschen Steuerberaterverbandes (DStV e. V.), als "Fachberater für Unternehmensnachfolge" anerkannt.

Die GmbH & Co. KG ist eine im Mittelstand weit verbreitete Rechtsform, die zudem steuerlich hinsichtlich Umstrukturierungen deutlich vorteilhafter geregelt ist als Kapitalgesellschaften. Dementsprechend bieten sich hier diverse Gestaltungsoptionen, um einerseits Unternehmensstrukturen optimal zu gestalten bzw. an geänderte Anforderungen anzupassen, andererseits zeigen sich aber gerade auch bei der Unternehmens- und Vermögensnachfolge GmbH & Co. KG-Strukturen als sehr gut geeignet. Das Seminar erläutert anhand von Fallbeispielen zweckmäßige und gebräuchliche Gestaltungen für in der Praxis häufig vorkommende Konstellationen/Anforderungen. Soweit durch das MoPeG ab 1.1.2024 bei den aufgezeigten gesetzlichen Grundlagen neue steuerliche Risiken und Zweifelsfragen verursacht werden, wird dies einschließl. ggf. in Betracht kommender Reaktionsmöglichkeiten einleitend dargestellt.

  1. GmbH & Co. KG als Gestaltungsoption
    1. Vorstellung und Besprechung von Praxisfällen
    2. Überblick über die wesentlichen rechtlichen Grundlagen
    3. Gestaltungs-Parameter und -varianten bei GmbH & Co. KGs
    4. Änderung der Rahmenbedingungen durch MoPeG ab 1.1.2024

  2. Fallbeispiele für GmbH & Co.-KG-Gestaltungen
    1. Die Einheits-GmbH & Co. KG
      • Vereinfachung der Beteiligungsstruktur bei Familiengesellschaften
    2.  Die gewerblich geprägte GmbH & Co. KG
      • Verhinderung unerwünschter Entnahmen ins Privatvermögen
      • Warnung/Hinweis: Probleme mit DBA und bei beschränkter Steuerpflicht
    3.  Erweiterung: Einbringung eines gewerblichen Einzelunternehmens
      • Häufige Gestaltung, Problem: (stpfl.) Betriebsaufgabe vermeiden
      • Abwandlung: Ausgliederung eines Betriebsteils (§ 6 Abs. 5 EStG)
    4. Die nicht-gewerbliche GmbH & Co. KG
      • Beispiel: PE-Fonds oder vermögensverwaltender Immobilienfonds
      • Absicherung der Nicht-Gewerblichkeit: 2 geschäftsführende Kdt, Kdt-GmbH
    5. Die „private“ Immobilien-GmbH und Co. KG
      • eventuell auch als private KG (ohne GmbH als Komplementär)
      • Vorsicht bzgl. gewerblichem Grundstückshandel und Tauschgestaltungen
      • Vorteil: Eigentum/Erträge/Geschäftsführung sind getrennt regelbar
      • weiterer Vorteil: schenkungsteuerliche „Portionierbarkeit“
    6. Vermögensbeteiligung von Kindern bei begrenzter Mitsprache
      • Entnahme-Bewilligungs-Modell (Beherrschung über die Komplementär-GmbH)
      • Entnahmebeschränkungen statt Nießbrauchsvorbehalt
      • Exkurs: Gestaltungsoptionen für die Vermögensübergabe
        • Mehrstimmrechte/Sperrminoritäten, Beherrschung der Komplementär-GmbH
        • Laufzeit/Kündbarkeit der Gesellschaft
        • Nießbrauch an KG-Anteilen (Vorsicht –derzeit extrem schwierig)
    7. Gewerbliche Umstrukturierungen über § 6 Abs. 3 und 5 EStG sowie § 24 UmwStG
      • Gute Vorstrukturierungs- und Gestaltungsmöglichkeiten
      • Beispiel: Ladenkette und Großhandel trennen
      • Beispiel: Vermögen (Immobilie) und Geschäftsbetrieb für Nachfolge trennen
    8. Kombinationen von §§ 6 III, 6 V und § 24 UmwStG
      • Grundsätzlich zulässig (lt. BFH und BMF-Schreiben)
      • „Auseinandersortieren“ von Vermögenspositionen, Aufteilung von Unternehmen
    9. Formwechsel von GmbH & Co. KG in GmbH und umgekehrt
      • ertragsteuerliche Konsequenzen
      • Grunderwerbsteuer: Rechtsträgeridentität – keine Grunderwerbsteuer
      • Alternative: Erweiterte Anwachsung anstelle Formwechsel in GmbH
        • möglicherweise die wesentlich einfachere Gestaltung (gegenüber Formwechsel)
        • auch nutzbar anstelle einer Liquidation der KG
    10. Risiken und Fallstricke [anhängige Verfahren, Streit- und Zweifelsfälle etc.]
      • Übertragung von Gesamthand zu Gesamthand vom Gesetz nicht gedeckt
      • Verbindliche Auskunft bei Zweifelsfällen in Erwägung ziehen
      • Schenkungsteuerrisiko bei disquotalen Transaktionen

  3. Zusammenfassung
    1. vielfältige Möglichkeiten, um dem Mandanten für betriebliche Zwecke und Vermögensnachfolge steuergünstig zu helfen
    2. Perspektiven ab 2024 aufgrund MoPeG

Ansprechpartner

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Mail: seminare@sbk-sachsen.de
Tel.: 0341 56336-33
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